Sven Niebergall kämpft nach seiner Verletzung weiter!
10.05.2012 09:45 von Thomas Klingenberger
Er ist wieder da! Nach einer langen Verletzungspause im 2011 hat Sven Niebergall das Training sowie die ersten Wettkämpfe wieder aufgenommen. Wir freuen uns, dass Sven nach seiner Schulterverletzung im 2011 nicht aufgegeben hat, sondern sich wie ein richtiger Kämpfer neuen Herausforderungen stellt.
Sven Niebergall ist seit 1982 nach der Entfernung
eines Gehirntumors linksseitig spastisch gelähmt. Sein sportliches Schlüsselerlebnis
hatte er vor 25 Jahren bei einem Besuch des Frankfurter Ironman. „Was die da
machen, kann ich doch wohl auch“, sagte sich Niebergall damals und begann sich
intensiver mit den Themen Duathlon und Triathlon auseinanderzusetzen. Seinen
ersten Wettkampf bestritt er dann knapp ein Jahr später beim Triathlon in
Wiesbaden, wo Niebergall als einziger Paratriathlet an den Start ging. Nur eine
Woche später ging es auf Einladung der Deutschen Triathlon Union zur
Duathlon-Weltmeisterschaft ins italienische Rimini. Dort wurde er mit einer
Gesamtzeit von 3 Stunden und 17 Minuten sensationell Duathlon-Weltmeister in
der Wertung PC6. Diesem Titel folgten schnell weitere, unter anderem ein 2.
Platz bei den Duathlon Europameisterschaften in Budapest (Wertung TRI 3) sowie
zwei Deutsche Vizemeistertitel.
Im 2010 Jahr belegte Sven Niebergall einen starken 7. Platz bei den
Triathlon-Weltmeisterschaften in Budapest (Wertung Paratriathlon TRI3).
Wer ambitioniert Sport treibt, egal ob mit oder ohne Behinderung, sollte wissen auf welcher Basis er sein Training gestalten muss. Das dachte sich zu Beginn dieses Jahres auch Sven Niebergall und nahm erneut Kontakt auf mit Juraj Gubi, dem Ausdauerspezialisten und Geschäftsführer vom vom SMIVIT – Sportmedizinisches Institut im VITANUM Bodenheim. Die individuellen Trainingsbereiche, die beim aeroscan über die Atmung während eines submaximalen Belastungstests ermittelt werden, sollten das Training des engagierten Athleten optimieren.
„Der aeroscan hat mir genau gezeigt, wo meine individuellen Stärken und Schwächen im Ausdauerbereich liegen“, sagt Niebergall. „Seit dem Leistungstest trainiere ich nun diszipliniert nach den Vorgaben von Juraj Gubi. Ich bin gespannt, ob und wie sich das Ergebnis beim anstehenden Re-Test verändert hat. Eines fällt mir aber schon im täglichen Training auf. Seit ich gezielter trainiere, bin ich bei weitem nicht mehr so erschöpft nach den Einheiten und hab auch am nächsten Tag schon wieder richtig Lust auf Sport. Das war früher nicht immer so.“
